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Blumen oder Basketball?

26. Februar 2009

Bamberg

Die Situation sich zwischen Blumen oder Basketball entscheiden zu müssen hat heute wohl nur selten jemand. Dennoch sieht sich die Stadt Bamberg genau dieser Frage gegenüber.

Anlässlich der geplanten und bereits 2005 bewilligten Landesgartenschau wurden nun deutlich höhere Kosten bekannt, die in Zeiten der finanziellen Krise zu kollektivem Aufstöhnen unter der Bevölkerung führte. Statt ursprünglichen 7,5 Millionen sollen nun ganze 19,64 Millionen Euro investiert werden. Dafür soll die seit nunmehr 15 Jahren ungenutzte Insel in der Regnitz umfunktioniert werden und als natürliches Blumenparadies gestaltet werden. So verlockend die Aussichten in der Präsentation auch wirkten, die Kostenaufstellung sorgte erst einmal für Ernüchterung.

Gleichzeitig werden auch an einer völlig anderen Stelle finanzielle Bedürfnisse bekannt. Die Jako-Arena Bamberg soll aus finanziellen Gründen verkauft werden. Die Unternehmerin und gleichzeitige Hauptgesellschafterin der Basketball-Gesellschaft Franken 1st möchte sich von der hoch verschuldeten Arena trennen und hat der Stadt Bamberg daher ein Kaufangebot unterbreitet. Für insgesamt 4,5 Millionen Euro kann bzw. soll nach Meinung vieler Bürger die Stadt die Immobilie erwerben. Sie ist Heimat des Bamberger Basketballvereins Brose Baskets und allein schon deshalb für die Stadt sehr wichtig.

Kritisch ist hier die Frage, ob die Stadt Bamberg tatsächlich beide Investitionen bewerkstelligen kann oder sich für eine der beiden entscheiden muss. Erste Stimmen wurden bereits laut, dass die Landesgartenschau zu Gunsten der Basketballhalle abgesagt werden solle. Doch aus Kreisen des Stadtrates wurde bereits bekannt, dass man die nächsten Schritte sehr genau prüfen und beraten wird. Wie genau die Entscheidung da letztlich aussehen wird, kann also allenfalls nur vermutet werden.

So oder so für die Jakob-Arena gibt es angeblich noch einen weiteren Interessenten, der sie ggf. kaufen würde. Die geplante Landesgartenschau auf der Erba-Insel hat dagegen bereits für geplante Investitionen der Bamberger Universität gesorgt. Hier sind Neubauten geplant, die laut Aussage von Oberbürgermeister Andreas Starke ohne die Umbauten für die Landesgartenschau nie zustande kommen würden. Das die Entscheidung da schwer fällt ist zu verstehen und vielleicht findet die Stadt Bamberg tatsächlich einen Weg um beide Investitionen zu tätigen und so wirklich jeden Bürger zufrieden zu stellen.

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  • 1 Kommentare für diesen Beitrag

    1. Barbara G. Sagt:

      Mal ganz ehrlich: Wenn die Brose Baskets so unglaublich erfolgreich und wichtig für Bamberg sind, wieso ist dann die Jako-Arena chronisch unterfinanziert? Lassen die Basketball-Fans vielleicht doch nicht genügend Geld da? Sind die Spielergehälter zu hoch? Oder gibt es Baumängel, die für unverhältnismäßig hohe Kosten sorgen?

      In jedem Fall sollte die Stadt genau prüfen, ob sie sich dieses Projekt auch noch ans Bein binden will. Mich als Bürgerin ärgert schon gewaltig, dass ich unsere Fußball-Millionäre zwangsweise über meine GEZ-Gebühren mitfinanzieren muss, es müssen nicht auch noch ein privater Basketballverein sein, der noch nicht einmal den Namen “Bamberg” im Namen führt …

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