Heizkosten sparen durch Abdrehen der Heizung?
12. Januar 2009
Für Mieter stellt sich alljährlich in der kalten Jahreszeit wieder die Frage, ob ein Abdrehen der Heizung – zumindest in wenig genutzten Räumen – die Heizkosten nicht deutlich reduzieren kann. Die Antwort ist schlicht und einfach: Nein.
Da die Wohnräume durch das komplette Abschalten der Heizung sehr stark auskühlen, wird die Kälte des Mauerwerks nun auch auf andere Räume übertragen – hier muss die Heizung dann entsprechend mehr Energie aufwenden, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Abgesehen von Schäden am Bau – und die können weit reichen – ist das Ausschalten der Heizung auch nicht wirklich energiesparend, denn das Mauerwerk kühlt so auch die Innenräume derart stark aus, dass eine anschließende Beheizung der Räume auf angenehme Temperaturen richtig viel Energie benötigt.
Gerade freistehende Häuser sind nicht selten von Frostschäden bedroht, die bei einem Platzen der Wasserrohe beginnen und bis zu ernsthaften Schäden am Mauerwerk reichen können. Traurig, aber wahr ist dabei dann, dass der Mieter für Schäden, die hierdurch entstehen, in vollem Umfang haftbar gemacht werden kann. Auch dem Schimmel wird durch Abschalten der Heizung Tür und Tor geöffnet.
Also auch bei kurzen Abwesenheiten – zum Beispiel am Wochenende – eine Person des Vertrauens mit einem Schlüssel ausstatten, damit der Heizungsbetrieb auch in dieser Zeit kontrolliert werden kann.
Tags: Heizkosten
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November 8th, 2009 at 12:01
Hallo. Ich hätte ein paar Fragen diesem Artikel, weil ich die Argumente, einen Raum zu beheizen, obwohl er gerade nicht benötigt wird, aus energetischer Sicht nicht verstehe.
1)
“…wird die Kälte des Mauerwerks nun auch auf andere Räume übertragen – hier muss die Heizung dann entsprechend mehr Energie aufwenden, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.”
Die zusätzliche Energiemenge für den benutzten, beheizten Raum ist doch aber sicherlich niedriger, als diejenige, die benötigt würde, um den anderen Raum weiter zu heizen. (Mal abgesehen davon, dass der nicht benutzte Raum ebenfalls Wärme durch das Mauerwerk abgibt.)
2)
“…kühlt so auch die Innenräume derart stark aus, dass eine anschließende Beheizung der Räume auf angenehme Temperaturen richtig viel Energie benötigt.”
Aber diese Energiemenge ist doch sicherlich höchstens genau so hoch, wie die Energiemenge, die nötig wäre, um den Raum weiter zu beheizen, während er nicht genutzt wird, oder?
Kann man den Sachverhalt nicht folgendermaßen betrachten: Wenn ein Raum beheizt wird, gibt die Heizung doch sicherlich so viel Wärme ab, wie aus dem Mauerwerk ohne sie verschwinden würde. Und damit bleibt Raumtemperatur konstant. Hinzu kommt aber noch, dass warme Räume schneller Wärme abgeben, als weniger warme. Also müsste der Raum doch beim auskühlen weniger Wärme verlieren, als wenn er weiter beheizt wird. (Es müsste nur länger dauern, ihn wieder zu beheizen.)
Wäre es falsch, zu behaupten, dass es aus energetischer Sicht optimal wäre, die Heizung eines Raumes, der gerade nicht mehr benutzt wird, auf die Frostschutz-Stufe zu stellen (Stern)?
Das würde doch sicherlich Schäden wie das Gefrieren von Wasserrohren verhindern, oder? Und schäden durch Schimmel (, sicherlich durch Kondenzwasser beim Abkühlen des Raumes hervorgerufen,) kann ich zwar schlecht beurteilen. Aber dem kann man doch sicherlich mit regelmäßigem Lüften vorbeugen, oder?
Gruß, Eric