Zieht bald jeder 8. Bundesbürger um?
23. Januar 2009
Die Wirtschaftkrise hat nicht nur die Banken vorsichtiger werden lassen, sondern auch die deutschen Bürger. Insgesamt 12% der Deutschen sehen einen Weg zur Anpassung an ggf. schlechtere Lebensstandards in dem Umzug in eine kleinere Wohnung.
Nach einer aktuellen Umfrage des Portals Immowelt.de erwarten mehr als 17% sogar bereits Lücken in ihrer Haushaltskasse, die aus der schlechten Konjunktur resultieren. Doch nicht alle Pessimisten würden ihren eigenen Lebensstandard zurück schrauben und dafür ein anderes Statussymbol wie beispielsweise ihr Auto behalten. Immerhin 10% der deutschen Bevölkerung würden eher auf den Urlaub verzichten oder das Auto wechseln bevor sie über einen Umzug nachdenken.
Doch nicht alle Deutschen sehen so schwarz. 30% der Befragten halten diese ständige Angstmacherei für vollkommen übertrieben und lassen sich dadurch nicht beeinflussen. Desweiteren lassen 30,6% die künftigen Entwicklungen entspannt auf sich zukommen und warten darauf was als nächstes passiert. Die aktuelle wirtschaftliche Situation hat bei ihnen offensichtlich noch nicht zu Überlegungen geführt, den eigenen Wohnungs- und Lebensstandard zu senken.
Ein kleiner Überblick über die Umfrage von Immowelt.de
Die Fragestellung war klar formuliert: “Politiker und Ökonomen stimmen uns auf schwere Zeiten ein, in denen wir alle sparen müssen. Wo sehen Sie persönliches Einsparpotenzial für sich: Wohnung oder andere Lebensbereiche?” Jeder Umfrageteilnehmer konnte nun zwischen 5 Antwortmöglichkeiten auswählen: Ziehe ich in eine kleiner Wohnung um wenn es schlimmer wird? Versuche ich durch Sparen beispielsweise beim Heizen die Wohnkosten meiner Wohnung zu senken, ziehe dafür aber nicht um? Wechsle ich mein Auto oder verzichte ich auf meinen Urlaub und behalte dafür meine Wohnung? Oder lasse ich mich einfach nicht hängen und warte ab was passiert? Als letzte Möglichkeit hatten die Teilnehmer zudem noch die Möglichkeit die völlige übertriebene Angstmacherei zu betonen.
Die Antworten zeigen klar 30% für “ist alles übertrieben”, 30,6% für “mal abwarten was kommt”, 10% “für Sparen mittels kleinerem Auto oder Verzicht auf Urlaub”, 17,4% für “Einsparungen in den Nebenkosten” und insgesamt 12% für den Umzug. Insgesamt nahmen über 1050 Deutsche an der Umfrage im November 2008 teil. Demnach wäre jeder achte also bereit aufgrund der Wirtschaftskrise umzuziehen.
Tags: immobilien, Wirtschaftskrise
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